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Wie man Mangas beendet – ZRPUE

Ich hatte vor Kurzem eine Unterhaltung mit einer Zeichnerin gehabt, die gerade erst in die Mangaka-Szene eingestiegen ist. Sie hat schon einige Mangas und Comics angefangen, aber ihr Problem ist, dass sie sie selten bis nie fertig stellt. Sie meinte, meist liegt es daran, dass ihr irgendwann die Zeit fehlt oder die Ideen ausgehen oder der Manga länger wird, als er sollte und sie plötzlich mehr Ideen hat, als sie umsetzen kann.

Ich kann diese Probleme alle komplett nachvollziehen. Meine ersten Mangaprojekte haben sehr vielversprechend angefangen, sind aber dann schnell im Sand verlaufen, manchmal schon nach 5 Seiten. Bei mir lag es dann meist an Faulheit oder verloren gegangenem Interesse an der Thematik.

Heute bin ich hauptberuflich Illustratorin und Mangaka. Mein Hauptwerk ist ein sehr langes Mangaprojekt, an dem ich nunmehr schon seit 7 Jahren arbeite, ohne Pause und ohne auch nur einen Gedanken daran, jemals aufzuhören.

Wie mache ich das? Woher kommt diese Disziplin? Warum verliere ich nicht das Interesse? Wie schaffe ich es trotz vieler Nebenprojekte immer pünkltich 8 seiten in der Woche zu liefern und alle vier Monate einen vollständigen Mangaband fertig zu stellen?

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Auch ein „Vielleicht“ muss bezahlt werden – Der Illustratoren-Pitch – Zeichner-Tipp #7

Vor Kurzem ist in der Gruppe folgende Frage aufgekommen. Ein Illustrator wurde von einem Kunden angeschrieben. Der Kunde möchte ein Buch veröffentlichen und braucht dafür ausreichend viele Illustrationen. Der Kunde möchte allerdings vorher erst sehen, ob der Illustrator mit den Zeichnungen auch seinen Geschmack trifft und bittet ihn, erst ein paar Probeillustrationen zu zeichnen. Wenn dem Kunden diese Probeillustrationen gefallen, dann bekommt der Illustrator den bezahlten Auftrag.

Für diese „Probeillustrationen“ bekommt der Illustrator selbstverständlich nichts bezahlt. Warum sollte er auch? Es sind schließlich nur „Probeillustrationen“. Die werden dem Kunden nicht verkauft und er wird sie auch nicht benutzen, es sei denn, der Illustrator bekommt am Ende tatsächlich den Auftrag. Also gibt es für Probeillustrationen auch kein Geld.

Verständlich, oder?

Nein!

Wo ist der Denkfehler?

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Künstler verhungert an Werbung

In den Kommentaren an einem meiner Tweets kam eine lange Diskussion auf, dass man Künstler nicht mit Werbung und Reichweite bezahlen kann und wie unverschämt es ist, die Arbeit eines Künstlers nicht finanziell zu honorieren. Aber warum ist das so unverschämt? Der Künstler profitiert doch von der Werbung. Viele sehen ihn und nehmen seine Dienste in Anspruch. Win Win. Ich möchte die Frage, warum Werbung als Zahlungsmittel sowohl sinnfrei als auch respektlos ist, gern in diesem Artikel klären.

Ich wende mich hierbei nicht nur an Kunden, um ihnen zu zeigen, wie wertvoll die Arbeit eines Künstlers ist, ich wende mich auch an die Künstler selbst, vor allem an die, die noch wenig Erfahrung mit Verhandlungsgesprächen haben und sich teils noch gar nicht bewusst sind, wieviel sie für ihre Arbeit verlangen können. Der Artikel ist aber nicht nur an Zeichner gerichtet. Ich richte mich an alle Freelancer, Texter, Fotografen, Journalisten, Dozenten, Musiker, Cartoonisten, Portraiteure, Illustratoren, Designer, Schneider, Webdesigner, Social Media Manager, und so weiter, die es nicht mehr hören können, wenn man ihnen Werbung als Bezahlung anbietet.

Erstmal muss ich hierbei definieren, was ich mit Werbung für den Künstler meine. Unter Werbung könnte man sich jetzt einen aufwendig produzierten Werbespot vorstellen, der einzig von dem Künstler handelt und alle halbe Stunde zur Primetime an die direkte Zielgruppe ausgespielt wird.

Ganz kalt.

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