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Dinge, die mir am P&P von RBTV gefallen:

Hinweis: Das hier ist selbstverständlich nur meine Meinung und muss von niemandem geteilt werden.

1.) Spielzeit von 5 Stunden oder länger
Eine lange Spielzeit ist sehr angenehm. Einerseits macht sie es dem Zuschauer leicht, Zeit genug zu haben, von der Geschichte abgeholt zu werden und sich darin fallen zu lassen. Es gibt kaum Leute, die ein Videospiel ein oder zwei Stunden spielen und dann Zähne putzen und ins Bett gehen. Ein Spiel zockt man Stunden lang und ist total drin. Eine Spielzeit von zwei Stunden oder weniger hat eher einen Film- oder Serien-Charakter, keinen Spiel-Charakter. Andererseits fühlt sich das P&P dadurch eher wie ein wertvolles Event an, als wie ein weiteres Format. Warum ist dieser Unterschied wichtig? Ein Event nimmt man als etwas sehr besonderes wahr, auf das viel Augenmerk gelegt wird und auf das man sich daher sehr freut. Ein Format kehrt immer wieder und fühlt sich austauschbar an, sodass man weniger das Bestreben hat, unbedingt live dabei sein zu wollen.

2.) Die Staffeln mehr als zwei Teile lang
Je länger eine Staffel läuft und vorallem je länger die Charaktere da sind, die funktionieren, die man lieb gewonnen hat und mit denen man sich identifiziert, um so besser. Nachdem T.E.A.R.S. vorbei war, war es schon irgendwie traurig, die vier Charas gehen lassen zu müssen und zu wissen, dass sie nie wieder kommen und man nie wieder etwas von ihnen hört. Die Idee, B.E.A.R.D.S. und T.E.A.R.S. im selben Universum spielen zu lassen war genial, weil man so das Gefühl hatte, dass die T.E.A.R.S.-Charas doch noch irgendwie da sind und noch irgendwie relevant sind! Und ich fand es schön, dass es von Morriton Mannor mit Funnerals eine Fortsetzung gab. Klingt vielleicht doof, aber beim Zuschauer liegt die größere Bindung bei den Charakteren, nicht bei der Story.

3.) Bauchbinden mit dummen Sprüchen aus der Regie, dem Chat oder Twitter
Erstens es lockert die Stimmung auf und man behält die Augen auch gern auf dem Bildschirm. Es überbrückt manchmal auch etwas träge Durststrecken. Zweitens ist es eines der größten Achievements, die man als Chat-Schreiber oder Tweeter erhalten kann, seinen Text über den Live-Bildschirm laufen zu sehen. Ich weiß nicht, ob euch das bewusst ist, aber das ist einfach das Größte für Schreiberlinge und motiviert dazu, aktiver, intelligenter und kreativer im Chat und auf Twitter zu posten. Drittens entstehen auch durch solche Einbindungen Legenden wie Pavian Doehla.

4.) Einblendungen oder Erwähnungen von Fan-Stuff
Ist eine der wunderbarsten Wertschätzungen an die Fans, die sich die Mühe machen, Zeug zu basteln, zu schreiben, zu zeichnen etc. Und es erhöht die Motivation selbst auch was zu machen und hinzuschicken, sich allgemein am Projekt zu beteiligen. Den eignen Namen in der Show erwähnt zu hören, ist wirklich super toll für einen Zuschauer.

5.) Einblenden von Charakterbögen, Attributen, Werten, Würfelwürfen
Ist einfach besser für die Nachvollziehbarkeit. Ich glaube, ein P&P ist weit besser und angenehmer zu verfolgen, wenn man das Regelwerk dahinter zumindest ansatzweise kennt. Ihr habt immer wieder versucht, das System so ein bisschen zu erklären, aber es macht mehr Sinn, wenn man vorher schon die Charakterbögen einsehen kann und dann genau weiß, was mit Attributen und Skills gemeint ist. Man kriegt das im Kopf dann besser sortiert. Wenn man das nämlich vorher nicht weiß, stolpert man irgendwie nur so durchs Abenteuer und kann nicht richtig nachvollziehen, warum ein Wurf jetzt auf einmal so wichtig ist. Anstatt das Regelwerk leichter zu machen, solltet ihr vielleicht versuchen, es durch Charakterbögen nachvollziehbarer zu machen. Ich hab immer so im Gefühl, wenn man als Zuschauer ein P&P schaut, will man auch ein P&P sehen, also vier Spieler, die ein Spiel spielen, wie ein Let’s Play. Die Geschichte, das Abenteuer, der Verlauf, die Szenerien sind fast zweitrangig. Das wirkt nur unterstützend zum Let’sPlay-Erlebnis dazu. Was ist das wichtigste bei einem Let’s Play? Der Moderator. Ihr habt fähige Moderator, die interessante Charaktere spielen. Stellt mehr heraus, wie sie spielen, nicht was sie spielen. Method Acting ist lustig und toll, aber wenn man das übertreibt und nur noch auf Schauspiel, Drama und Szenerie setzt, dann ist das ein Theaterstück, kein P&P, also kein Spiel. Ich bin vor kurzem auf das P&P von KerkerKram gestoßen und die sind sehr back to the roots. Die machen auch viel Acting, was sehr süß und sehr lustig ist, aber vorallem spielen sie ein Spiel so gut sie können nach den Regeln das Spiels. Das Regelwerk ist bekannt und als erfahrener P&P-Spieler-Zuschauer kann man super leicht eintauchen und es genießen. Ich hab das Gefühl, das ist bei RBTV ein bisschen verloren gegangen und es wird immer mehr Fokus auf das Schauspiel gelegt, als auf das Spielspiel. Es wird immer mehr zur Theatershow und immer weniger ein P&P. Ich bezieh mich dabei nicht nur auf S.P.A.C.E., auch Morriton Mannor war teils sehr theaterhaft und ich hab das Gefühl, ihr verfolgt diesen Trend immer weiter. T.E.A.R.S. war noch sehr P&P-haft. Ich geb zu, die vier Spieler haben wie absolute Noobs gespielt, haben diskutiert an Stellen, an denen es völlig unrealistisch war, haben das Regelwerk nicht verstanden, konnten mit Vokabeln wie Attribut und 2W6 nichts anfangen und haben nie klare Ansagen gemacht, welche Aktion sie gerade starten, aber sie haben dennoch tapfer gespielt. Wenn ich ganz am Anfang noch Charakterbögen und eine kleine Übersicht über das Regelwerk gehabt hätte oder es mal in einer Stunde genau erklärt werden würde, wäre es perfekt gewesen.

6.) Pre-show
Ein sehr angenehmer Ankerpunkt, um mehr über die Charaktere zu erfahren, eine Zusammenfassung der Storie zu haben, alles nochmal Revue passieren zu lassen und schon da ein bisschen in das P&P Feeling einzutauchen, bevor es richtig losgeht. Man wird schon vor dem Start ein klein wenig abgeholt und es wird Vorfreude auf das Ereignis aufgebaut. Außerdem gibt es dem P&P auch wieder mehr den Event-Charakter. Es ist so wichtig, dass es vor der eigentlichen Show noch eine Pre-Show geben muss. Normale Formate haben sowas nicht. Es verstärkt mehr das wichtige Event-Gefühl.

7.) Schnelles Rollenspiel und gute Reaktion auf den Spielmeister und die Situation
Das ist natürlich auch wieder ein sehr subjektiver Eindruck, aber am angenehmsten wurde das Spiel, wenn die Spieler direkt und konsequent reagiert haben. Ich kann mich erinnern, es gab in Tears eine Szene, da kam ein Zombie auf die Spieler zu und sie haben erstmal drüber diskutiert, welche Waffe sie nehmen oder ob sie wegrennen oder ob sie lieber was werfen und irgendwann driftete die Diskussion in eine völlig andere Richtung, dann ging’s plötzlich drum, wer eigentlich was besitzt und dass die Besitztümer unfair aufgeteilt sind. Sowas ist eher unangenehm und zieht die eigentlich spannende Situation wie Kaugummi in die Länge. Diskussionen sind lustig, wenn sie methodisch in die Szene passen, wie bei Morriton Mannor, wo die vier im Herren Zimmer waren und auf Earl rumgehackt haben. Oskar Pannier hat für sowas eine ziemlich gute Regel aufgestellt: “Gesagt, getan”. Wenn jemand etwas sagt, selbst wenn er es nur als gemeinten Vorschlag in die Runde wirft oder gar nur als Halbsatz sagt, ohne es vorher genau zu durchdenken, dann tut er es auch. Das hält die Dynamik im Spiel aufrecht und unterbindet sinnlose Diskussionen um den besten Zug. Wenn mich in Tomb Raider aus dem Hinterhalt ein Tiger anfällt, denk ich auch nicht erstmal fünf Minuten drüber nach, ob ich jetzt die Schroti nehme oder die Deagle. Ich erschrecke mich und schieße wie so’n Noob. So sollte es im P&P auch sein. Zombie kommt auf mich zu, soll ich meine Schrotflinte ziehen? – Die ziehst deine Schrotflinte! Diskussion Ende und es wird gewürfelt.

8.) Epische Musikuntermalung
Das ist vielleicht ein bisschen kitschig, aber es funktioniert. Je epischer die Musik und je besser sie zur Szene passt, um so emotionaler geht man in der Szene auf. Musik kann wirklich sehr viel ausmachen und sollte nie unterschätzt werden.

9.) Was wäre wen
Das Was wäre wenn ist quasi die umgedrehte Pre-Show. Ich meine also hier das allgemeine Gefühl nach einem P&P, wenn man es denn wie eine Art Event sieht, nicht wie ein Format. Ein Event ist immer sehr emotional, aufreibend und kräftezehrend. Man lässt sich fallen, wird abgeholt, geht darin auf, genießt es. Dann kommt das Ende und alles ist vorbei. Das Was wäre wenn holt den Zuschauer ein bisschen aus diesem kalten grausigen Loch des Endes wieder heraus, begleitet ihn sanft in den Feierabend, wenn man so will. Es lässt das Event ruhig ausklingen und man hat nicht das gefühl, so krass allein gelassen zu werden. Es macht so ein Gefühl wie nach dem Event nochmal mit den Kumpels auf ein Bierchen in die Kneipe zu gehen und alles schön ausklingen zu lassen. Was halt cool wäre, wenn man das sogar noch ausbauen könnte, nicht in 20 minuten alles abhandeln, sondern mit den spielern zusammen noch so eine Stunde, anderthalb Stunden sitzen bleiben und drüber reden, was passiert ist, alles nochmal reflektieren, was war gut, was war weniger gut, wer hat welchen super coolen Move gemacht und auf Zuschauerfragen eingehen, was passiert wäre, wenn die Jungs dieses und jenes getan hätten. Ich mein, klar, lohnen sich anderthalb Stunden After-Show nicht, wenn das P&P nur zwei Stunden dauert, aber wie gesagt, ich mag am P&P mehr den stundenlangen LetsPlay-Charakter als den kurzweiligen TVShow-Charakter.

10.) Runtergeschraubte Professionalisierung / Back to the Roots
Ok, das wird jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert zu erklären. Meine Lieblingsformate auf RBTV sind meist auch die einfachsten Formate, bzw die, die eher nach Hauen und Pappe aussehen, als nach aufwendiger Professionalität (ich betone hier deutlich “aussehen”. Nur weil eine Show nach Hauen und Pappe aussieht, heißt das nicht, dass da nicht sehr viel Aufwand reingeflossen ist). Das sind so Almost Daily und Almost Plaily, die Hängi-Palavers oder -Let’sPlays, das Sommerfest, Beans vs., P&P natürlich, etc. Andere Formate, in denen rbtv wirklich versucht, sehr professionell rüber zu kommen und die Kulisse auf Hochglanz zu polieren, wie das Nerd-Quiz, Kino+ und so weiter sprechen mich gar nicht so sehr an. Das Chat-Duell guck ich tatsächlich auch nur, wenn interessante Gäste dabei sind. Das Nerd-Quiz von Game One, als es noch aus einem kaputten Sessel und einem wackeligen Tisch bestand, liebe ich ohne Ende. Und wo wir grad bei Game One sind, ich hab tatsächlich an den Making Ofs mehr Gefallen gefunden als an der Show selbst. Diese Hochglanz-Professionalisierung ist tatsächlich gar nicht so meins und ich hab mich lange gefragt, warum das so ist. Ich glaube – das ist aber nur meine Meinung – weniger professionell wirkt näher am Menschen dran. Man entfremdet sich weniger von dem, was man sieht. Es wirkt wie ein Abend mit guten Freunden und einem Bierchen, nicht wie Wetten Dass. Ein Sommerfest mit einer Blechdosen-Pyramide, einer Tischtennisplatte und einem Grill kann jeder bei sich im Garten auch bauen und kennt das Gefühl, mit seinen Freunden solche Spiele zu spielen. Ein Hochglanz-Setup mit einem langen, beleuchteten Tisch, Standbannern im Hintergrund und gepolsterten Profi-Gaming-Stühlen ist schon wieder sehr weit weg vom heimischen Wohnzimmer. Ich meine, wo streamen die großen Twitch-Streamer? Nicht in einem Studio. Die streamen bei sich im Schlafzimmer. Das heimische Etwas, das jeder quasi auch haben kann, gefällt mir besser, als etwas, das sehr professionell aufgezogen ist. Professinalität bzw eine glänzede Verpackung weckt beim Zuschauer immer sehr hohe Erwartungen. Wenn die nicht erfüllt werden können, ist die Enttäuschung um so größer. Bei einem Abend mit Freunden und Kollegen hat man gar keine Erwartungen und freut sich einfach nur auf die Geselligkeit, auf die Leute, auf die Runde, auf einfach zusammen abhängen. Es ist schwierig zu erklären. S.P.A.C.E. war unterhaltsam als TVShow oder Impro-Theater, aber es war so weit weg von der eigenen Kneipe und dem Bierchen, dass es schon fast Fremdkörperhaft gewirkt hat. Es sollte professionell sein, aber durch die holprige Umsetzung wurde es nur cringy. T.E.A.R.S. hingegen war das Gegenteil. 5 Dudes sitzen zusammen, spielen ein Spiel und man selbst sitzt als sechster Typ irgendwie mit am Tisch mit einer Flasche Bier in der Hand und schüttelt permanent den Kopf darüber, was die vier Deppen da nur wieder treiben. Aber genau das macht es familiär, greifbar und unterhaltsam und gibt so ein schön kuschliges Gefühl.

Ich hoffe, das war irgendwie gut erklärt XnX

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Die S.P.A.C.E Charas

Meine Einschätzung 

Es wurde gestern viel diskutiert über das P&P von RBTV. Vor allem wurde über das grundlegende Konzept debatiert. Ich finde, dabei ist ein bisschen untergegangen, wie die Charaktere waren und was die Mods geleistet haben. Daher versuch ich das mal nachzuholen. (Ich werde die Charas mit Sicherheit falsch schreiben, bitte darüber hinwegsehen)

Die Hauptfiguren

William Dangerfield

Eddys Laser-Paraderolle. Ein Haudrauf-Übermann mit zu spitzen Zähnen. Ich fand William cool, war eine Mischung aus Eduard Laser und George McCratefässrnkistn.

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Lulli Pulli

Zutaten:

125g LangkornReis
1 Bockwurst
1 Ei
2 Zwiebeln
Kräuter der Provence
Salz
Pfeffer
Ketchup
Maggi Würze
Paprikapulver
Weißkrautsalat

Zeit: 25 min

Reis 14 min in leicht gesalzenem Wasser kochen. Wurst längs halbieren, längs vierteln und die Viertel in keine Stücke schneiden. Wurststücken in Butter anbraten. Das Ei daneben mit in die Pfanne schlagen und zum Spiegelei braten, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Beides aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Erste Zwiebel in halbe Ringe schneiden, die in der gleichen Pfanne mit Butter glasig braten, mit Salz, Pfeffer und Kräuter der Provence würzen. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Zweite Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in der selben Pfanne leicht anbraten. Reis dazu. Mit Pfeffer, Kräuter der Provence und Maggi Würze würzen. Alles ein paar Minuten anbraten. Bratreis in eine Schüssel, etwas andrücken, Spiegelei, Würstchen, Zwiebelhalbringe, Weißkrautsalat und einen Klecks Ketchup darauf verteilen. Lulli Pulli.

 

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An diesen 3 Dingen bin ich als Mangazeichner gescheitert

Erster April 2013, das Indie-Mangaprojekt „Fourth Instance“ wird mit seiner ersten Seite auf fourth-instance.de veröffentlich, zeitgleich mit Animexx, Tumblr und Deviantart. Die Planung dazu hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert und obwohl ich vorher wirklich versucht habe, mich einschlägig mit allem zu befassen, was ging, konnte ich damals noch in keinster Weise absehen, was alles an Stolperstellen auf mich zurollen würde. Wenn man seit so vielen Jahren in der Mangaszene und speziell der Manga-Zeichnerszene rumhängt, denkt man schnell, man weiß schon, was man tut und alles wird schon irgendwie werden. Aber der Schritt in eine funktionierende Selbstständigkeit ist doch größer und schwerer als gedacht.

Es gab viele Momente, in denen ich den Gedanken hatte: „Ich hör auf, das war’s, ich komm so nicht weiter, ich schmeiß alles hin, ich geb auf, ich cancel das Fourth Instance Projekt, ich bin einfach zu schlecht und zu dumm für das alles, ich bin für den Beruf als selbstständiger Künstler nicht geeignet.“ Davon sind 3 Momente noch sehr präsent in meinem Kopf und die würde ich gern mit euch, meinen Lesern, teilen. Aber vielleicht ist auch der ein oder andere Zeichner unter euch, der ebenfalls versucht, sein Hobby zum Beruf zu machen und nach ein paar Tipps, Insiderinfos und Erfahrungen Ausschau hält.

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Künstler verhungert an Werbung

In den Kommentaren an einem meiner Tweets kam eine lange Diskussion auf, dass man Künstler nicht mit Werbung und Reichweite bezahlen kann und wie unverschämt es ist, die Arbeit eines Künstlers nicht finanziell zu honorieren. Aber warum ist das so unverschämt? Der Künstler profitiert doch von der Werbung. Viele sehen ihn und nehmen seine Dienste in Anspruch. Win Win. Ich möchte die Frage, warum Werbung als Zahlungsmittel sowohl sinnfrei als auch respektlos ist, gern in diesem Artikel klären.

Ich wende mich hierbei nicht nur an Kunden, um ihnen zu zeigen, wie wertvoll die Arbeit eines Künstlers ist, ich wende mich auch an die Künstler selbst, vor allem an die, die noch wenig Erfahrung mit Verhandlungsgesprächen haben und sich teils noch gar nicht bewusst sind, wieviel sie für ihre Arbeit verlangen können. Der Artikel ist aber nicht nur an Zeichner gerichtet. Ich richte mich an alle Freelancer, Texter, Fotografen, Journalisten, Dozenten, Musiker, Cartoonisten, Portraiteure, Illustratoren, Designer, Schneider, Webdesigner, Social Media Manager, und so weiter, die es nicht mehr hören können, wenn man ihnen Werbung als Bezahlung anbietet.

Erstmal muss ich hierbei definieren, was ich mit Werbung für den Künstler meine. Unter Werbung könnte man sich jetzt einen aufwendig produzierten Werbespot vorstellen, der einzig von dem Künstler handelt und alle halbe Stunde zur Primetime an die direkte Zielgruppe ausgespielt wird.

Ganz kalt.

Mit Werbung für den Künstler meine ich das allgemeine Verständis, was Kunden denken, das sie einem Künstler Gutes tun wollen. „Ich werde Sie auf meiner Facebook Seite erwähnen.“ „Ich werde Sie taggen und Ihre Webseite verlinken.“ „Ich werde Sie all meinen Freunden empfehlen.“ „Wenn Sie Ihre Bilder auf meine Flyer zeichnen, verbreiten die sich ja auch, ich lasse 1000 Stück davon drucken.“ „Auf dieser Veranstaltung sind ganz viele Leute und alle werden Sie sehen.“ „Sie können bei uns connecten und Kontakte knüpfen.“ „Wir drucken Ihren Namen in unser Heft.“ „Ihr Bild stellen wir auf unseren Instagram Account, wir haben sehr viel Reichweite.“ Mit Werbung für den Künstler meine ich halbherzige Empfehlungen, nichtssagende Reichweite, zielgruppenferne Kontakte und rechtlich sowieso verpflichtende Namensnennungen. Ich fasse das also nun alles zusammen unter „Werbung“.

Nachdem wir das nun geklärt haben kommen wir nun zu den Gründen, warum diese Art der Werbung sinnfrei bis respektlos ist.

Grund 1 – Deine Aufgabe:

Der Kunde bietet dir an, Werbung für dich zu machen, aber das ist nicht seine Aufgabe, sondern deine. Du bist der Freelancer, Freiberufler, Gewerbetreibende, Unternehmer, eben der, der die Verantwortung darüber hat, dass er gesehen und gebucht wird. Du musst selbst Werbung für dich machen und natürlich machst du das auch. Niemand geht in die Selbstständigkeit und denkt sich, irgendwann wird schon jemand kommen, der Werbung für mich macht. Du musst vorher selbst eine Vorstellung gehabt haben, wie du deine Arbeit unter die Leute bringst. Warum sollte der Kunde denken, dass er das für dich machen kann? Du machst es doch schon.

Grund 2 – Dein Marketing:

Und offenbar scheinst du deine Marketingarbeit auch recht gut gemacht zu haben, denn ansonsten hätte der Kunde, der dir gerade dieses dämliche Werbungswährungsangebot macht, nicht gefunden und dich nicht gebucht. Dass der Kunde dich bereits gefunden hat, zeigt doch nur, dass du mit deiner eigenen Marketingarbeit gut genug bist, um auf die Werbung eines Kunden nicht angewiesen zu sein. By the way, das ist kein übertriebenes Beispiel. Selbst große Künstler, die in ihrer Branche und ihrer Szene extrem bekannt sind und ein hohes Ansehen genießen und entsprechend gut verdienen, kriegen trotzdem von branchenfremden Kunden immer noch Werbung als Bezahlung angeboten. Das zeigt einerseits wundervoll die Sinnlosigkeit dieser Bezahlung, denn der Künstler ist nun wirklich und absolut nicht mehr darauf angewiesen, kurzes Googeln hätte das sofort gezeigt. Andererseits sieht man, dass dem Kunden gar nicht klar ist, wie sinnlos sein „genialer“ Einfall ist, den Künstler mit Werbung zu bezahlen. Und das Grundproblem ist allgemein hin immer noch, dass Kunden größtenteils nicht wissen, was die Arbeit eines Künstlers für einen Wert hat. Einen _finanziellen_ Wert.

Grund 3 – Keine Zielgruppe:

Als du deine Marketingarbeit auf die Beine gestellt hast, hast du vorher lange recherchiert, was ist deine Zielgruppe, wo ist deine Zielgruppe zu finden, über welche Kanäle kommuniziert sie, welche Sprache spricht sie, etc. Du hast Personas erstellt und ausgewertet. Am Ende hast du die perfekten Kanäle gefunden, um deine Zielgruppe zu erreichen. Eine solche Analyse kostet Zeit und Erfahrung. Dein Kunde hat diese Erfahrung nicht und er hat auch keine Personaanalyse durchgeführt, um zu wissen, wo deine Zielgruppe zu finden ist. Er verbreitet deine Comics über Häschen und Mäuschen auf seiner Facebookseite über Stahlbau, er bietet dir eine Kontakteliste voller Bänker, er verteilt Flyer mit deiner Zeichnung und deinem Namen unter Bodybuildern, er stellt dein Bild auf seinen reichweitenstarken Instagram Account, dem nur Bots folgen. Der Kunde kennt weder deine Zielgruppe, noch weiß er, über welche Kanäle er sie erreicht. Von 10000 Leuten, die durch seine Werbung deine Zeichnungen sehen, interessiert sich vielleicht einer in geschäftlicher Hinsicht dafür. So funktioniert der Akquisetrichter nicht.

Grund 4 – Der Teufelskreis:

Ok , man könnte jetzt sagen, aber der eine interessiert sich ja. Der ist ein potentieller Kunde. Und was dann? Bezahlt der dich wieder nur mit Werbung? Und der dritte Kunde, den du durch den zweiten Kunden an Land ziehst, bezahlt dich wieder nur mit Werbung, weil die zwei anderen davor konnten das ja auch? Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, konsequent zu bleiben, keine Ausnahmen zu machen und sein Honorar einzufordern. Jedes Akzeptieren von Werbungsbezahlung hämmert weiter den Fakt in die Köpfe der Kunden, dass diese Art der Bezahlung ok ist.

Grund 5 – Kein Zahlungsmittel:

Werbung ist kein Zahlungsmittel. Um Wikipedia mal zu zitieren: Als Zahlungsmittel gelten im Zahlungsverkehr übertragbare, einheitliche und zählbare Wertträger, die als Gegenleistung oder als Transferleistung dienen. Werbung ist nicht übertragbar. Werbung ist nicht einheitlich und nicht zählbar. Werbung kannst du bestenfalls gegen weitere Kunden eintauschen, die wieder nur Werbung zu bieten haben. Dein Vermieter wird Werbung nicht annehmen. Der Kassierer an der Kasse im Supermarkt wird Werbung nicht annehmen. Deine Krankenkasse wird Werbung nicht annehmen. Das Finanzamt wird Werbung nicht annehmen.

Grund 6 – Der Wert:

Wenn man als Kunde etwas mit Geld bezahlt, dann weiß der Kunde, was dieses Geld wert ist. In diesem Geld stecken seine Arbeit, sein Schweiß, seine Zeit. Für dieses Geld hat er gearbeitet, was ihn Mühe und Aufwand gekostet hat. Diesen Wert hat das Geld für ihn. Wenn er sich etwas dafür kauft, sei es einen Schokoriegel oder ein neues Auto, dann überträgt er den Wert seiner eigenen Arbeit auf diesen Kauf, auf den Hersteller, auf das Produkt, auf eine Dienstleistung. Oder anders gesagt, ihm ist das Produkt seine eigene Arbeit und seine eigene Zeit wert. Er ist bereit ein Auto oder einen Klempner mit seiner Arbeitszeit, seinem Geld wertzuschätzen. Werbung statt Geld als Bezahlung anzubieten ist nach dieser Logik eine offene und deutliche Ansage, dass deine Arbeit nichts wert ist. Meine lieben Kollegen: Wacht auf!

Ich muss dazu noch sagen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn beispielsweise ein großer Publisher oder ein Influencer, die deine Zielgruppe direkt ansprechen und zu denen du selbst einen guten Draht hast, mit dir zusammenarbeiten wollen, dann kann Werbung von denen tatsächlich eine wirklich vielversprechende Bezahlung sein. Crosspromotion ist auch eine super tolle Sache, hinter der man auf jeden Fall stehen kann. Aber diese Ausnahmen sind selten und gehören von beiden Seiten gut überlegt und ausgehandelt.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Kollegen da draußen die Augen öffnen und vielleicht dem ein oder anderen Kunden ein besseres Gefühl dafür geben, was die Arbeit eines Künstlers wert ist.

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Warum Telefonieren für mich der blanke Horror ist

Das Thema kam für mich wieder auf, als ich aus Scheiß und Langeweile eine Instagram Story verfasst habe und die Analogie zwischen Jerrys panisch verängstigtem Gesicht und meiner Reaktion auf ein klingelndes Telefon hergestellt habe. Oder anders ausgedrückt: Telefonieren ist für mich der blanke Horror. Als ich auf die Story auf Instagram und Twitter die ersten Reaktion erhalten habe, die alle ihrer gnadenlosen Zustimmung freien Lauf ließen, wurde ich nachdenklich.

Man sieht es immer gern in den Medien, Fernsehen, Filmen Zeitschriften, wie jugendliche KIDZ (mit Z) wahnsinig gern an der Strippe hängen – naja, heute ist die Stripper wohl eher Schnee von gestern – und stundenlang telefonieren. Ok, das WiFi-Zeitalter hat Dank Whatsapp & co. die Telefonfunktion des Handys ein wenig sinnlos werden lassen, aber der allgemeine Tonus geht immer noch dahin, dass es nichts tollerererers auf der ganzen Welt gibt, als von der Schule nach Hause zu kommen und am Telefon mit seinen Freunden zu quatschen. Auch in der Erwachsenenwelt wird das gern zelebriert, wenn das private Telefonieren am Arbeitsplatz immer als schlimmes Negativbeispiel für leicht ablenkbare Mitarbeiter hingestellt wird.

Scheinbar ist Telefonieren in der Welt da draußen etwas wirklich fantastisches und jeder, der das nicht gern macht, ist abnormal.

Den Bogen zu meiner Instagram Story spannend, dachte ich nach, ob ich Leute in meinem Freundeskreis hatte, von denen ich wusste, dass sie gern telefonieren. Mir fiel keiner ein. Nicht ein einziger. Ich dachte weiter nach, ob ich irgendwelche Bekannte hatte, auf die das zutreffen könnte. Mir fiel keiner ein. Hatte ich vielleicht Leser oder Kunden, die mal durchblicken ließen… nein… Aber die großen Medienmenschen, große Persönlichkeiten, die ich mag und schätze, ein Gronkh, ein LeFloid, eine Honeyball, ein RBTV Simon Krätschmer… … …

Ich wurde wieder sehr nachdenklich. Selbst die großen Persönlichkeiten, zu denen ich aufsehe und gerade die ich für so „normal“ halte, haben alle irgendwann mal erwähnt, dass sie es hassen zu telefonieren. Floid sagte selbst, dass er niemals ans Handy geht, wenn es klingelt und er die Nummer nicht kennt. Immer wieder berichten Leute davon, dass sie lieber Laufwege, Busstrecken und Tickets in Kauf nehmen, nur um persönlich mit jemandem in einer Filiale zu sprechen, als dort anzurufen.

Wie „abnormal“ ist es eigentlich, diese Art von sozialem Kontakt und Kommunikation zu hassen oder gar zu fürchten?

Ich fürchte mich ebenfalls vorm Telefonieren. Dabei ist es egal, ob ich anrufen muss, oder angerufen werde. Ob ich den Gesprächspartner kenne oder nicht. Ob es eine echte Person ist, mit der ich rede oder eine Bandansage. Lediglich die Intensität der Furcht ist unterschiedlich. Einfach ist es für mich, wenn mich eine bekannte Person von sich aus anruft, meine Mama zum Beispiel. Schwieriger wird es, wenn ich die Person nicht kenne und eine fremde Nummer oder gar keine Nummer auf dem Display erscheint. Noch schrecklicher wird es, wenn ich von mir aus jemanden anrufen muss, den ich nicht kenne, einen Kundenservice, ein Amt oder einen Arzt. Ich kriege die typischen Panikreaktionen: Schweißnasse Hände, Zittern, Stottern, Frieren, erhöhter Puls, trockener Mund, Kloß im Hals, Konzentrationsschwierigkeiten und so weiter. Mit jemandem zu telefonieren ist für mich, wie einem ausgehungerten Löwen gegenüber zu stehen. Oder einer mündlichen Matheprüfung beim strengsten Lehrer. Aber nicht nur Telefonieren mit einem Menschen ist schrecklich. Bandansagen sind ebenfalls furchtbar, weil ich mir unglaublich dumm dabei vorkomme, in den Hörer „BERATUNG“ zu schreien, aber die elektronische Stimme immer noch meint, mich nicht zu verstehen. Und ich hasse die Leute, die die Warteschleife erfunden haben. Es ist ohnehin schon schrecklich genug, sich auf ein Telefonat mental vorzubereiten, aber wenn man in eine Warteschleife gesteckt wird, steht man unter dauerhaftem Strom, weil man nie weiß, wann das Bandgedudel abbricht und man mit einem Menschen sprechen muss. Folter oberster Güte. Am aller schrecklichsten sind Anrufe von mir an offizielle Stelle mit einer Intentionen, die einen ungewissen Ausgang hat. Einen Vertrag per Telefon zu kündigen ist nicht ganz so brutal, wie am Telefon jemanden überzeugen zu müssen, die Kündigung eines Vertrages zu akzeptieren, ohne vorher zu wissen, ob das klappt oder nicht.

Jeder schlaue Psychologe hätte sicher eine Erklärung dafür, warum es manchen Menschen so viel Angst einjagt, telefonieren zu müssen. Ich will hier auch keine fachpsychologischen Zoten quackern. Mir ist eben nur aufgefallen, dass es zumindest in meinem Wirkungskreis gar nicht so „abnormal“ ist, das Telefon zu fürchten. Es ist normaler, als es zu lieben.

Wie geht es euch damit? Seid ihr auch Telefon-Angsthasen so wie ich? Wie geht es euch in so einer Situation? Oder liebt ihr Telefonieren und könntet das den ganzen Tag tun? Oder ist es euch so egal, dass ihr nie einen Gedanken daran verschwendet habt.

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So entwirft man aus dem Stegreif einen interessanten Charakter – Mein Geheimtipp

In meinem letzten Instagram Live Video wurde ich gefragt, wie ich denn die Charaktere für Fourth Instance entwerfe, sie seien ja so vielschichtig und interessant. Es kam eine kleine Diskussion auf, dass es für den ein oder anderen sehr schwierig ist, Charaktere zu entwerfen. Es gibt da eine Menge Probleme, die dabei auftreten, beispielsweise, dass man absolut keine Ideen hat, welche Eigenschaften er haben soll oder wie er am besten in die Story passt. Und wenn man dann doch eine Idee hat, verwurschtelt man sich sehr schnell in Stereotype und Klischees wie das dumme Blondchen, das gerettet werden muss und der starke Held, der fehlerlos ist.

Ich gebe daher hier einfach mal einen Leitfaden, den ich gern benutze, wenn ich neue Charaktere entwerfe und designe, sodass sie weder langweilig, noch plump, noch vorhersehbar werden, dafür aber Tiefe haben und vielschichtig sind. Und das Ganze münze ich auf den besonderen Fall, wenn ich wirklich absolut keine Ahnung und keine Idee habe, wie ich den Charakter entwerfen soll, wenn es keine Vorlagen gibt, keine Referenzen, keine grundlegende Vorstellung, keinen Plot, keine Storydetails oder irgendwas. Quasi ein weißes Blatt Papier ohne den Hauch einer Idee.

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17 Tipps für einen erfolgreichen Cosplay-Fotoshooting-Marathon

Misu, Ayla, Michelle und ich hatten am Osterwochenende einen dreitägigen Cosplay-Marathon. Ich könnte jetzt natürlich alles wieder conberichtartig aufschreiben, aber das hab’ ich jetzt schon an die drölftausend mal. Stattdessen habe ich mal eine kleine Liste mit Tipps erstellt für alle, die auch mal einen Foto-Marathon mit Cosplayern planen und wissen wollen, worauf man so achten sollte und welche Stolperstellen es gibt. Die Erfahrung kommt hier aus erster Hand. Das war auch mein erster Marathon, der weit länger als einen Tag ging und nicht an eine Con gebunden war. Von daher.

Tipp 1: Nicht krank werden

Und ich hab’ gleich die erste Regel gebrochen. Yei. Ich bin so ein Noob. In der Nacht von Sonntag auf Montag konnte ich überhaupt nicht schlafen. Insomnia auf der ganzen Strecke. Und ständig hat irgendwas in meinem Hals gepieckst. Ich hab die ganze Zeit gedacht, was isch da lous? Hab’ ich mich vielleicht da irgendwo verletzt, bin ich mit der Zahnbüste ausgerutscht oder kein Plan?! Als aus dem Piecksen Schmerzen wurden und sich unangenehm dicker Schleim in meinem Hals bildete, wusste ich, Mandelentzündung. Und so war es auch. Ich lag die ganze Woche komplett flach. Konnte nicht arbeiten und das, obwohl ich die Wocher vorher noch auf die Zusage für einen sehr großen Illustrationsauftrag gewartet hab, der diese Woche kam und ich… konnte nur sagen „QnQ kann ich später anfangen, ich bin halbtot meeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeh“. Kommt super bei ‘nem Neukunden an. Schicksal… echt mal… Ich huste und schniefe und kopfschmerze mich so halb durch die Woche, noch in voller Panik, weil 3 Tage Marathon noch anstanden und ich Schiss hatte, dass ich als Fotograf ausfalle. Ich hab versucht, so viel wie möglich zu schlafen und auszuruhen. Ich hab aber auch gemerkt, nach drei Tagen war schon das schlimmste überstanden. Als ich grad so wieder in der Lage war zu laufen, hab kleinere Spaziergänge im Wald gemacht, damit sich mein Körper wieder an die Anstrengungen gewöhnt, sonst wäre ich schon beim ersten Shooting zusammengeklappt. Letztendlich lief alles gut. Ich hab zwar wegen Reizhusten und Schnupfen die ganze zeit geröhrt wie ein Elch und meine Stimme war völlig im Eimer, aber ich hab jedes Shooting knallhart durchgezogen.

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Buchmesse Leipzig 2018 – Blizzard draußen, Regen drinnen und trotzdem eine der besten LBMs

 

Diese LBM war der Shissl!!!! Sie war so wundervoll. Neben der LBM 2009 und 2015 definitiv auf Platz eins. Einfach nur geil!!!

Ich schreib den Conbericht dieses Mal nicht chronologisch. Es ist einfach zu viel passiert und das chronologisch aufzuschreiben macht wenig Sinn, denn es würde zwangsweise recht eintönig werden “aufstehen, hinfahren, rumlaufen, shooten, hinsetzen, heimfahren, schlafen, wiederholen”. Daher werd ich jetzt einfach mal alles thematisch schreiben.

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Mein Umzug – Ein Chaos-Bericht

Was für eine Odyssey und ich meine nicht die von Cappy. Ich hatte versprochen, ausführlich über den Umzug zu schreiben und genau das werd ich nun tun mit Fotos und allem drum und dran. Holt euch Popcorn, huschelt euch ein, jetzt kommt eine sehr lange Geschichte, liebe Kinder.

Warum Umziehen?

Die Idee zum Umzug entstand schon vor einiger Zeit in Misus und meinem Kopf. Die alte Wohnung hatte ziemlich ausgedient. Misus Zimmer war zu klein für ihre Zwecke, vorallem was Cosplaybasteln, Videos aufnehmen und Schreibtischarbeit angeht.

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